Grigori Galitsin
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www.galitsin-news.com.
Erstellt: 20-Sep-2003
Grigori Galitsin (* 1957 in Razdelnaya bei Odessa am Schwarzmeer), russischer Akt- und Erotikfotograf. Galitsin gilt als einer der besten zeitgenössischen Fotografen Russlands.
Leben und Werk
Grigori Galitsin studierte klassische Malerei an der Kunstakademie in St. Petersburg. Seine erste eigene Kamera erhielt Galitsin von seinem Großvater, es war eines der ersten Leica-Modelle, die dieser von der deutschen Armee 1947 gekauft hatte. Von der akademischen Malerei wandte er sich bald ab, während sein Interesse an der Fotografie zunahm.
Die Öffnung Russlands zum Westen mit der Perestroika Anfang der 1990er Jahre ermöglichten es Galitsin, mit seiner Fotografie völlig neue Wege zu gehen. Entscheidend war auch die rasch fortschreitende Entwicklung des Internet, und so wurden 1996 seine einfühlsamen Porträts russischer Mädchen zum ersten Mal einem weltweiten Publikum präsentiert.
»Der Erfolg war überwältigend. Sein fotografischer Stil ist keine Kopie westlicher Vorbilder, sondern Ergebnis seiner kreativen, eigenwilligen Auseinandersetzung mit einem der beliebtesten Themen der Kunst: der Darstellung des weiblichen Körpers« (Verlagsinformation).
Galtisin veröffentlichte bei namhaften Projekten wie Domai und Met-Art; in der Anfangszeit kooperierte er auch mit dem norwegischen Fotografen Petter Hegre, der bereits eigene Auftritte im Web betrieb. Es entstanden unter Hegres Federführung die vier so genannten »Archive«-Projekte: Petter Hegres Website Hegre-Archives, Galitsins Auftritt Galitsin-Archives sowie Angel-Archives und Pleasure-Archives mit zwei weiteren Fotografen. In allen vier Fällen handelte es sich um kommerzielle Projekte, die sich über ein Abonnenten-Modell finanzierten; als Abrechnungsdienst (»billing processor«) wurde der US-amerikanische Anbieter CCBill eingesetzt.
2003 trennten sich die Wege der ehemaligen Kollegen; Hegre gründete einen eigenen Abrechnungsdienst während Galitsin – nun vollständig in eigener Regie – die Website Galitsin-News startete, auf der er bis Ende 2006 über 100.000 Fotografien und Digitalvideos veröffentlichte. Auf Initiative von Galitsin startete im Juli 2006 Nud-Art, das vor allem jüngeren russischen Fotografen als Plattform dienen sollte. Auch diese beiden Projekte waren primär gewinnorientiert ausgerichtet und, wie man gerüchteweise erfährt, wohl recht erfolgreich.
2005 erschien bei der Edition Reuss der Bildband Galitin's Angels – From Russia with Love.
»Obwohl die Modelle Galitsins alle schon volljährig sind, findet man hier noch die spielerische Unschuld und bezaubernde Natürlichkeit junger, nymphenhafter Mädchen wieder. Im fernen Russland scheint sie sich zu unserer Freude noch ganz ohne Tatoo und Piercings erhalten zu haben.« (Verlagsinformation).
Der Bildband wurde von den Lesern sehr positiv aufgenommen; Leserrezensionen bei Amazon.de lobten den Band als »Meisterwerk«, hielten die Bilder für »nicht vulgär« und vergaben eine hohe Bewertung (
). Ebenfalls 2005 erschien eine gleichnamige englischsprachige Ausgabe bei Gazelle Drake Publishing.
Ende 2006 verschwand Galitsin News ohne Mitteilung aus dem World Wide Web; nach bisher unbestätigten Gerüchten soll Galitsin mit dem Vorwurf der Produktion und Verbreitung in Russland illegaler Pornografie konfrontiert worden sein. Unterstellt wird Galitsin auch die Herstellung von so genannter »Kinderpornografie«. Der deutsche Verleger des Bildbandes Galitin's Angels, der im Klappentext des Buches noch die Volljährigkeit der dort abgebildeten Modell betont hatte, war zu einer Stellungnahme nicht bereit.
Bücher von Grigori Galitsin
Auszeichnungen und Preise
- 1997: Master Kodak Exhibition [?]